Aktuelle Berichte

November 2016: Renditen steigern – Risiken reduzieren

Exchange Traded Funds (ETFs) bieten zahlreiche Vorteile, so dass inzwischen sogar Verbraucherzentralen empfehlen, die passiven Indexfonds für die Geldanlage zu nutzen. Ihre größte Stärke ist, dass sie effizient und jederzeit einschätzbar sind, da sie einfach nur die Wertentwicklung eines Index nachbilden. Darüber hinaus bieten sie über den Index automatisch eine Risikostreuung über eine Vielzahl von Titeln.

 

Doch Vorsicht!

Die Finanzmärkte sind ständig in Bewegung und das Marktrisiko ist nicht zu unterschätzen. Die Kurse können stark steigen, aber auch schnell fallen. Und genau hier stoßen ETFs an ihre Grenzen. Denn sie folgen dem Index eben nur passiv – d.h. sie bleiben immer voll investiert – egal ob es an den Finanzmärkten rauf oder runter geht. Daher gilt es die Risiken der Kapitalanlage aktiv zu steuern. Und genau das tun wir mit dem STARS-Modell. Wir analysieren die Kurstrends der einzelnen Indizes und Anlageklassen mathematisch und leiten daraus systematisch Kauf- und Verkaufsentscheidungen ab. So können wir die Stärken der passiven Instrumente über eine aktive Anlagestrategie nutzen und den Schwächen entgegenwirken. Überwiegen positive Trends, wird das Risiko hochgefahren und verstärkt in Aktien investiert. Stellen sich Korrekturphasen ein, gilt es die Risiken über Verkäufe von Aktien-ETFs zu reduzieren und auf andere Anlageklassen auszuweichen. Die einzigen Informationen, die wir dabei verarbeiten, sind die historischen Kurszeitreihen, deren Entwicklung wir auf Tages- und Wochenbasis analysieren und bewerten. Dabei folgen wir der Markteffizienzhypothese, die besagt, dass alle bekannten Informationen bereits in den Kursen enthalten sind und die Märkte daher effizient sind. Kurszeitreihen bieten die neutralste Basis für den Vergleich verschiedener Märkte und Anlageklassen miteinander.

 

Renditen steigern über Faktoren

Mit dem STARS Multi-Faktor haben wir unseren bewährten Ansatz auch auf Smart Beta ETFs übertragen. Bei Smart Beta ETFs werden die im Index enthaltenen Titel nicht nach der Marktkapitalisierung gewichtet, wie das bspw. beim Dax, EuroStoxx und S&P500 der Fall ist, sondern nach bestimmten Eigenschaften, den sogenannten Faktoren. Die Leistungsfähigkeit von Faktoren, wie Value, Momentum, Low Volatility und Size wurde bereits vielfach wissenschaftlich erforscht. So werden beim Size-Faktor die Aktien kleinerer Unternehmen im Index höher gewichtet, da sie sich aufgrund der höheren Risiken, die sie eingehen müssen, langfristig besser entwickeln sollten als der breite Markt. Sie verdienen also eine Faktor-Prämie. Ein weiterer Faktor ist Low Volatility. Über Aktien mit geringer Schwankungsbreite, die in den sogenannten Low Volatility ETFs gebündelt werden, soll sich das Portfoliorisiko gezielt reduzieren lassen. Wir haben für unsere Anlagestrategie insgesamt 8 Faktoren ausgemacht, die Aktien anhand definierter Kennzahlen regelbasiert bündeln und im Rahmen einer Faktor-Rotation von uns aktiv eingesetzt werden. So lassen sich über die verschiedenen Faktor-Prämien systematisch Risiken reduzieren und Renditen verbessern.

 

Sterne für die STARS

Der Investmentprozess der ETF-Strategien STARS wurde im Vorjahr einem qualitativen Rating durch die Ratingagentur Telos unterzogen. Dabei kamen die Wiesbadener Experten zu einem Gesamturteil von AAA- und bescheinigten den Fonds STARS Defensiv, Flexibel und Offensiv damit die höchsten Qualitätsstandards. Nun liegen auch die ersten quantitativen Ratings vor. Das Fondsanalysehaus Morningstar bewertet Investmentfondsrenditen unter Berücksichtigung von Kosten und Risiken. Die dreijährige Wertentwicklung (später auch 5 und 10 Jahre) bildet die Grundlage zum Vergleich mit anderen Fonds, die ähnliche Anlageziele aufweisen, in den sogenannten Morningstar Kategorien. Der STARS Defensiv (A,I) kommt hier aktuell auf die maximale Bewertung von 5 Sternen, was bedeutet, dass der Fonds zu den Top 10% seiner Kategorie gehört. STARS Flexibel (A,I) und STARS Offensiv (A,I) erhalten in der Oktoberauswertung 4 Sterne und platzieren sich damit im besten Drittel ihrer Vergleichsgruppe.

 

Ausblick

Trotz aller Turbulenzen rund um den Ausgang der Präsidentenwahl in den USA spricht die Markttechnik auch weiterhin für Investments in Aktien. Entscheidend wird nun sein, ob es den nordamerikanischen Leitindizes gelingt, ihre bisherigen Hochs nachhaltig zu überwinden und damit die übergeordnete Seitwärtsbewegung zu beenden. Das könnte dann auch ein Signalgeber für die Aktienindizes der übrigen Industrieländer sein, die Jahresendrallye 2016 einzuläuten.

Archiv

2015

2014

2013